Großklappiges Wörtertschingderassabumm oder literarisches Rätselraten für selbsternannte Kulturträger? Muss ebenso wenig sein wie das Kreuzworträtsellösen für Geistlose. Eine Kette aus Gliedern von Vergangenem ergab sich durch meine im Offline-Urlaub allgegenwärtige netzlose Wikipädie und alltagsfernen regressiven Anwandlungen: Arno Schmidt, James Joyce, Hans Wollschläger, Dieter Stündel. Schmidt? In Verwehungen aufmüpfiger Juvenilität verduftet: ZT auf hohem Regal unter Staubschichten aus acht Wohnungen auf meine Verrentung mit einhergehender Senilität (Wirrwarr) und Altersschwäche (Gewicht) böse lauernd. Joyce? Dubliners und Portrait schimmern schwach in den Nebeln über früh eroberte literarische Welten. Ulysses? Im vergangenen Jahr in der hilfreichen Hörspielfassung des SWR einzunehmen versucht. Zweimal! Und beide Male auf der Suche nach dem verlorenen Plot, nach dem verborgenen Sinn hinter Hüllen stilvoll geschwungener Schreibe. Vergeblich. Wollschläger, der wundersame Übersetzer? Die halben Herzgewächse sind längst verwelkt und von meinem gnadenlosen Vergessen vertilgt. Vielleicht mal kopfschüttelnd paar flackernde Blicke darauf werfen, falls sie in irgendeinem Herbarium konserviert und auffindbar sein sollten. Und schließlich Stündel mit seinem unverwüstlichen Plastikregister, ein einst notwendig geglaubter ZT-Trabant. Hatte doch bereits schon mal vernommen, aber wieder vergessen, dass auch er Kainnäh ÜbelSätzZung von Finnegans Wake zustande gebracht haben sollte. Sicher zur Ergötzung der Rätselrater. Sollte Literatur wirklich nichts anderes sein als besserwisserisch gewitzte Wortgewalt und schalkhafte Chiffrierkunst? Zutritt zur Kathedrale der Kultur nur für Kluge? Na ja, Kirche ist ja auch eher etwas für Gläubige.