Ankommen in Berlin ist umständlich! Offenbar scheint Tegel der Ansicht zu sein, dass Flugpassagiere grundsätzlich gehbehindert sind und deshalb etwa 100 Meter weit in Bussen verfrachtet werden müssen. Ins Terminal dürfen sich dann alle durch genau eine geöffnete Tür zwängen. Auf die Idee, weitere Türen zu öffnen, kommt man nicht. Wäre sicherlich alles gegen die Vorschriften des allgegenwärtigen und stets bedrohten Gespenstes Sicherheit.
Nach dem Gedränge kaum dem Terminal entkommen, da heißt es dann Rauch oder Regen. Immer. Erst durch eine Rauchwolke vor dem Eingang. Ihr zu entkommen heißt raus in den Regen. Und weiter durch einen Tunnelverhau, durch den man treppauf und zickzack laufen muss. Hier lässt zwar wegen einer Überdachung der Regen von oben nach, dafür stresst stets ein nicht einzuholender Gewaltraucher vor einem, wahrscheinlich vom Flughafen zu diesem einzigen Zweck extra angestellt, der einen mit seinen Ausdünstungen das Keuchen lehrt. “Wieso kann der überhaupt noch so schnell?” denkt man da noch und entdeckt im selben Augenblick in der Ferne auch schon den TXL-Bus mit rot glühenden Bremsleuchten. Also doch noch laufen, und nach Überholen des Gewaltrauchers steht man schließlich vor dem Bus, der in diesem Moment immer die Türen schließt und einen im Regen stehen lässt. Nur diesmal muss etwas schief gegangen sein. Diesmal kann die Schütteltour der verzerrten Gesichter zur Ringelbahn gleich losgehen. Willkommen in Berlin! Bleiben Se am besten gleich hier! Was wollen Se denn überhaupt da draußen in der gefährlichen Welt?